Bei der Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) in Pyhra hat Josef Pichler ein biblisches Verständnis von Frieden vorgestellt. Unter dem Jahresthema „Friede – und dann. Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ stellte er das hebräische „Shalom“ der römischen „Pax Romana“ gegenüber und zeigte anhand des Lukasevangeliums, dass wahre Männlichkeit sich nicht in Dominanz, sondern in der Fähigkeit erweist, Gewaltspiralen zu durchbrechen.
Zugleich verwies Pichler auf die unterschiedlichen politischen Deutungen biblischer Texte: Während rechtsgerichtete evangelikale Gruppen in den USA die Bibel zwar als identitätsstiftend beanspruchen, würden zentrale friedensethische Inhalte wie das Gebot der Feindesliebe von manchen als „weichgespülte, linke, woke Propaganda“ abgetan – ein Befund, den Pichler kritisch einordnete.
Der ausführliche Bericht ist bei Kathpress nachzulesen.