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Die Gleichnisse Jesu

Überblick

Art der Lehrveranstaltung: Vorlesung. 2 st.

Zeit: Montag, 8.15 - 10.00 Uhr, Beginn: 6.3.2006.

Ort: HS 01.11.

011: Freies Wahlfach.

012: Freies Wahlfach.

020: Exegese im Kontext: Bibel und Leben; Freies Wahlfach.

Methode: Vortrag, Textarbeit und Diskussion.

ECTS: 3.

Prüfungsbescheinigung: mündliche Prüfung.

 

Ziele der Vorlesung: Die Studierenden werden die Geschichte und den aktuellen Stand der Gleichnis-Forschung kennen lernen. Durch die exemplarische Auslegung von Parabeln, gemeinsame Textarbeit und Diskussion sollen sich die Studierenden eigene exegetische und bibeldidaktische Kompetenz erwerben.

 

Inhalt der Lehrveranstaltung: Die Gleichnisse Jesu faszinieren durch ihre poetische, rhetorische und theologische Ausdruckskraft. Wie aber wollen sie verstanden werden? Als Argument oder als Kunstwerk? Welche Anwendung hatte ihnen Jesus selbst zugedacht? Wie können wir heute die Gleichnisse Jesu lesen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wollen wir in der Vorlesung zunächst den Bestand der Gleichnisse Jesu in der synoptischen Tradition und im Thomasevangelium erheben. Welche Themen, Formen und Beziehungen liegen hier vor? Dann werden die umfangreiche Forschungsgeschichte und der heutige Stand der Gleichnisforschung erarbeitet. Darauf folgt der Versuch, die theologische Dimension der Parabelrede Jesu zu untersuchen. Die Auffassung ist weitverbreitet, Jesus habe kein eigenes Gottesverständnis entwickelt, sondern den Gottesgedanken des Judentums übernommen. An dieses jüdische Gottesverständnis habe das frühe Christentum lediglich sein Bekenntnis zu Jesus als dem Messias, das Verständnis seines Todes als Heilsgeschehen und den Glauben an seine Auferweckung angefügt. Indem wir diese Auffassung kritisch befragen (vor allem anhand des Stichworts "Reich Gottes"), wird der zur Zeit vorherrschende hermeneutisch-metapherntheoretische bzw. literaturwissenschaftliche Ansatz in der Gleichnisforschung durch einen historischen, besonders religionsgeschichtlichen Ansatz ergänzt.

 

Vorlesungsplan

6.3.

muss leider wegen der gleichzeitg stattfindenden Sitzung der Curricula-Kommission ausfallen
13.3.

Einführung: Erwartungen, Vorgehensweise, Literatur

Fragen an die Parabel von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16)

20.3.[muss leider ausfallen; wird nach Absprache mit den Studierenden dadurch nachgeholt, dass vom 27.3. bis 22.5. die 15 Minuten Pause entfallen]
27.3.Bestandserhebung der Gleichnisse Jesu in der synoptischen Tradition und im Thomasevangelium
3.4.Geschichte der Erforschung der Gleichnisse: Der Ausgangspunkt: Adolf Jülicher, der religionsgeschichtliche Ansatz, der konsequent historisierende Ansatz, der hermeneutisch-metapherntheoretische Ansatz, der literaturwissenschaftliche Ansatz, der wirkungsgeschichtliche Ansatz, zum heutigen Stand
24.4.Noch einmal: die Parabel von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16). Der souverän belohnende, gerechte und gütige Gott
8.5.Das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Q 15,4-5a.7 - Mt 18,12-14 || Lk 14,15-24).
15.5.Die Parabel vom Sämann ((Mk 4,3-8), das Gleichnis von der selbst wachsenden Saat (Mk 4,26-29) und das Gleichnis vom Senfkorn (Mk 4,30-32). Unbeirrtes, mächtiges Wachstum der Königsherrschaft Gottes auf der Erde
22.5.
29.5.Die Parabel von der Einladung zum Gastmahl (Q 14,16-21.23 - Mt 22,1-14 || Lk 14,15-24). Die Einladung des in der Alltagswelt unerwartet nahen Gottes
12.6.Die Parabel vom unehrlichen Verwalter (Lk 16,1-7[.8a]). Klugheit und Phantasie angesichts des nahenden Gerichts Gottes.
19.6.Die theologische Dimension der Parabelrede Jesu. Gott in den Gleichnissen Jesu und die Gottesvorstellung im zeitgenössischen Judentum und in der griechisch-römsichen Umwelt.
26.6.

Abschluss und Rückblick

 

Materialien

Im folgenden stehen Materialien zur Vorlesung als pdf-Dateien zum Download bereit.

 

Literatur

Die im folgenden angegebene Literatur findet sich großteils in einem Semesterhandapparat, Parkstraße 1, SR 85.04.

 

Empfohlene Textausgaben

  • J. Hainz (Hg.), Synopse zum Münchener Neuen Testament, für das Collegium Biblicum München e. V., Düsseldorf 21998. [bei Herrn Heil für EUR 11,00 erhältlich]
  • P. Hoffmann / C. Heil (Hg.), Die Spruchquelle Q. Studienausgabe, Darmstadt 2002. [bei Herrn Heil für EUR 11,00 erhältlich]
  • J. Schröter / H.-G. Bethge, Das Evangelium nach Thomas (NHC II,2), in: H.-M. Schenke (Hg.), Nag Hammadi Deutsch. 1. NHC I,1-V,1. Eingeleitet und übersetzt von Mitgliedern des Berliner Arbeitskreises für Koptisch-Gnostische Schriften, Berlin 2001 (= Koptisch-Gnostische Schriften II, GCS NF 8 [96]), 151-181.

 

Literatur

  • R. Bultmann, Die Geschichte der synoptischen Tradition (FRLANT 29), Göttingen 10. Aufl. 1995. (wichtig vor allem S. 179-222 und im Nachwort von G. Theißen S 429-433.)
  • H. Conzelmann / A. Lindemann, Arbeitsbuch zum Neuen Testament (UTB 52), Tübingen 14. Aufl. 2004.
  • K. Erlemann, Wohin steuert die Gleichnisforschung?, in: Zeitschrift für Neues Testament Nr. 3, 1999, 2-10.
  • K. Erlemann, Gleichnisauslegung. Ein Lehr- und Arbeitsbuch (UTB 2093), Tübingen 1999.
  • W. Harnisch (Hg.), Gleichnisse Jesu. Positionen der Auslegung von Adolf Jülicher bis zur Formgeschichte (WdF 366), Darmstadt 1982.
  • W. Harnisch, Die Gleichniserzählungen Jesu. Eine hermeneutische Einführung (UTB 1343), Göttingen 4. Aufl. 2001.
  • W. Harnisch (Hg.), Die neutestamentliche Gleichnisforschung im Horizont von Hermeneutik und Literaturwissenschaft (WdF 575), Darmstadt 1982.
  • C. Hezser, Lohnmetaphorik und Arbeitswelt in Mt 20,1-16. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg im Rahmen rabbinischer Lohngleichnisse (NTOA 15), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 1990.
  • H. Irsigler / A. Weiser / G. Miller, Art. Gleichnis, in: LTHK3 4, 1995, 741-745.
  • J. Jeremias, Die Gleichnisse Jesu, Göttingen 10. Aufl. 1984.
  • H.-J. Klauck, Art. Gleichnis, Gleichnisforschung, in: NBL 1, 1991, 851-856.
  • J. M. Robinson, Rez. J. Schröter / H.-G. Bethge, Das Evangelium nach Thomas, in: JBL 121 (2002) 579-582.
  • L. Schottroff, Die Gleichnisse Jesu, Gütersloh 2005.
  • G. Theissen / A. Merz, Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, Göttingen 3. Aufl. 2001, 285-310.
  • H.-J. Venetz, Der Gott der Gleichnisse Jesu. Mitten im Alltag neue Horizonte, in: BiKi 54 (1999) 19-22.
  • A. Vögtle, Gott und seine Gäste. Das Schicksal des Gleichnisses Jesu vom großen Gastmahl. Lukas 14,16b-24, Matthäus 22,2-14 (BThSt 29), Neukirchen-Vluyn 1996.
  • H. Weder, Die Gleichnisse Jesu als Metaphern. Traditions- und redaktionsgeschichtliche Analysen und Interpretation (FRLANT 120), Göttingen 4. Aufl. 1990.

Kontakt

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Heinrichstraße 78 8010 Graz
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Montag: 8:00 - 11:45 Uhr
Dienstag: 8:00 - 16:00 Uhr
Mittwoch: 8:00 - 11:45 Uhr (Homeoffice, erreichbar via E-Mail oder Telefon)
Donnerstag: 8:00 - 11:45 Uhr

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Web:neues-testament.uni-graz.at

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