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Sommersemester 2003 (Universität Frankfurt)

Jesus von Nazaret – sein Leben und Wirken (Hauptvorlesung NT [HVL NT])

2 SWS

Termine: Di, 14:15 15:45, Raum NG 731

erster Termin: 29.4.2003

alle Semester, alle Studiengänge, L1-Did (6), alle Fb, U3L

 

Die Rückfrage nach Jesus wird in jüngerer Zeit verstärkt gestellt. Manche sprechen von einer neuen Phase der Jesusforschung ("third quest"), die sich wesentlich unterscheide von vorherigen Zugängen zur geschichtlichen Gestalt Jesu. Vor dem Hintergrund dieser Diskussion befaßt sich die Vorlesung zunächst grundlegend mit dem Problem des "historischen Jesus" und seiner Erforschung. Im Anschluß sollen Botschaft und Wirken Jesu in Grundzügen vorgestellt werden: die Verkündigung der Gottesherrschaft in Wort und Tat, die Berufung von Jüngerinnen und Jüngern, das Ethos Jesu, das letzte Mahl und Jesu Tod. Ein kurzer Ausblick richtet sich auf die Wirkungsgeschichte des Jesus von Nazaret: das Bekenntnis seiner Jüngerinnen und Jünger zu seiner Auferweckung und deren Hoffnung auf seine Wiederkunft.

 

Lektüre von Texten aus der Umwelt des Neuen Testaments (Übung)

1 SWS

Termine: Mo, 18:15 - 19:00, Raum NG 1.731

erster Termin: 28.4.2003

alle Interessierten

 

Um die theologischen Aussagen frühchristlicher Texte besser zu verstehen, ist es hilfreich, ihren religionsgeschichtlichen und soziokulturellen Kontext zu kennen. Um mit der Umwelt des Neuen Testaments besser vertraut zu werden, wollen wir wichtige Texte gemeinsam in deutscher Übersetzung lesen (vielleicht mit gelegentlichem Seitenblick auf die Originale).

 

Semesterplan

Der Semesterplan wurde in der ersten Sitzung am 28.4. festgelegt. Die Lektüre-Texte werden in Kopie zur Verfügung gestellt.

 

Empfohlene Literatur

  • Texte zur Umwelt des Neuen Testaments (UTB 1591), hg.v. C.K. Barrett / C.-J. Thornton, Tübingen 21991. [BzG: Ab 2509; StUB: 84.760.50]
  • Religionsgeschichtliches Textbuch zum Neuen Testament (TNT 1), hg.v. K. Berger / C. Colpe, Göttingen / Zürich 1987. [BzG: Ac 2009; StUB: 84.247.54]
  • H.-J. Klauck, Die religiöse Umwelt des Urchristentums. I: Stadt- und Hausreligion, Mysterienkulte, Volksglaube. II: Herrscher- und Kaiserkult, Philosophie, Gnosis (KStTh 9/1.2), Stuttgart 1995/96. [BzG: Ae 493,1+2]

Gleichnisse Jesu – lesen, verstehen und anwenden (Seminar II)

2 SWS

Termine: Di, 16:15 - 17:45, Raum NG 2.731

erster Termin: 29.4.2003

alle Semester, alle Studiengänge, v.a. L1-Did (6), Leistungsschein mit Benotung

 

Die Gleichnisse Jesu faszinieren durch ihre poetische, rhetorische und theologische Ausdruckskraft. Wie aber wollen sie verstanden werden? Als Argument oder als Kunstwerk? Welche Anwendung hatte ihnen Jesus selbst zugedacht? Wie können wir heute die Gleichnisse Jesu lesen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wollen wir im Seminar zunächst den Bestand der Gleichnisse Jesu in den Synoptikern und im Thomasevangelium erheben. Welche Themen, Formen und Beziehungen liegen hier vor? Dann wird die umfangreiche Forschungsgeschichte und der heutige Stand der Gleichnisforschung erarbeitet. Darauf folgt der Versuch, die theologische Dimension der Parabelrede Jesu zu untersuchen. Die Auffassung ist weitverbreitet, Jesus habe kein eigenes Gottesverständnis entwickelt, sondern den Gottesgedanken des Judentums übernommen. An dieses jüdische Gottesverständnis habe das frühe Christentum lediglich sein Bekenntnis zu Jesus als dem Messias, das Verständnis seines Todes als Heilsgeschehen und den Glauben an seine Auferweckung angefügt. Indem wir diese Auffassung kritisch befragen (vor allem anhand des Stichworts "Reich Gottes"), wird der zur Zeit vorherrschende hermeneutisch-metapherntheoretische bzw. literaturwissenschaftliche Ansatz in der Gleichnisforschung durch einen historischen, besonders religionsgeschichtlichen Ansatz ergänzt.

 

Zur Geschichte und Theologie von Q (Seminar)

2 SWS

Termine: Mo, 16:15 - 17:45, Raum NG 1.731

erster Termin: 28.4.2003

ab 3.Semester, alle Studiengänge, alle Fb, Leistungsschein mit Benotung

 

Nach der weithin anerkannten Zweiquellentheorie sind "Q" und das Markusevangelium die beiden wichtigsten Quellen der Evangelisten Matthäus und Lukas. Da Q nach der Aufnahme in das Matthäus- und Lukasevangelium nicht mehr eigenständig überliefert wurde, muß es aus diesen Evangelien rekonstruiert werden. Es ist ein Dokument der Geschichte und Theologie der judenchristlichen Israelmission und erschließt damit einen Zugang zur ältesten, palästinischen Jesusüberlieferung; aus Q stammt z.B. der Grundbestand der Bergpredigt, u.a. das Vaterunser. In dem Seminar wollen wir uns die Forschungsgeschichte und die Einleitungsfragen zum Q-Dokument erarbeiten, dann anhand der eigenen Auslegung von einzelnen Abschnitten die Theologie von Q untersuchen und schließlich fragen, welchen Beitrag Q zur Rückfrage nach Jesus und zu unserer Theologie heute leisten kann.

 

 

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